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Über das lange Himmelfahrtswochenende startete auch die Rad-Bundesliga der Frauen in die diesjährige Saison. Im Rahmen des Oberschwaben Cycling Grand Prix über vier Tage hatten sie ihre ersten Rennen. Ebenfalls wurden dort auch weitere Läufe der Rad-Bundesliga der U19 Junioren mit RSG Beteiligung ausgetragen. Dieses soll die Region langfristig im Terminkalender des nationalen Spitzenradsports etablieren. Auf den anspruchsvollen Kursen in Waldburg, Reichenbach, Berghülen und Mittelbuch bzw. Überherrn boten die Starterfelder hochkarätigen Sport, der durch die engagierte Arbeit der ausrichtenden Vereinskooperation aus RSC Biberach, SSV Ulm 1846 und KJC Ravensburg perfekt in Szene gesetzt wurde.

Katharina Hinz – Platz 11

Katharina Hinz startete am Himmelfahrtstag gut in die Bundesliga der Frauen und belegte zum Auftakt einen 11. Platz beim sogenannten Burgblick Giro in Waldburg. Auch beim am nächsten Tag folgenden Einzelzeitfahren in Reichenbach bestätigte sie ihre gute Form und wurde 14.

Ihr sportliches Highlight fand am Samstag beim Alb-Race in Berghülen statt. Bei kühlen Temperaturen und wolkigem Himmel fanden die Athleten faire und schnelle Bedingungen vor. Von Beginn an war für maximale Renndynamik gesorgt. Das Rennen entwickelte sich auf der anspruchsvollen Strecke zunächst spannend: Schon früh setzte sich eine namhafte Spitzengruppe entscheidend vom Verfolgerfeld ab und fuhr schnell einen komfortablen Vorsprung heraus. Weder das Hauptfeld noch beherzte Vorstöße einzelner Fahrerinnen schafften es im Rennverlauf, die Lücke zu den Führenden noch einmal zu schließen. Im packenden Zielsprint der Ausreißergruppe zeigte eine absolute Ausnahmeathletin ihre Extraklasse: Die Olympiasiegerin und Bahn-Weltmeisterin Franziska Brauße (REMBE | rad-net women) hatte die schnellsten Beine und sicherte sich den Tagessieg in Berghülen. Katharina Hinz erreichte in einer kleinen dreier Gruppe ebenfalls vor dem Hauptfeld das Ziel und lag daraus dann im Sprint vorne, gleichbedeutend mit dem 6 Platz. Damit erreichte sie ihre beste Bundesligaplatzierung wie im Jahr 2024 mit Platz 6 beim RiderMan in Bad Dürrheim.

Den Abschluss des langen Bundesliga-Wochenendes bildete fĂĽr die Frauen am Sonntag das 42. Ăśberherrner StraĂźenrennen. Katharina Hinz verzichtete trotz Meldung auf den Start.

Clemens Raschke und Lennert Helmber solide unterwegs

Bei unseren U19 Junioren kämpfte sich Clemens Raschke in das erste Drittel vor und belegte beim Einzelzeitfahren in Reichenbach den 37. Platz. Lennert Helmer zeigte über die vier Tage eine seht solide Vorstellung und war bis zum letzten Tag in Mittelbuch im Mittelfeld dabei. Der anspruchsvolle und selektive Rundkurs am Schlusstag verlangte den Fahrern mit einem giftigen Anstieg und 150 Höhenmetern pro Runde noch einmal volle Konzentration ab.

FĂĽr unseren mit den höchsten Ambitionen startenden Nachwuchs in der U15 und U17 stand ĂĽber das Himmelfahrtswochenende die TMP-Jugendtour – „Kleine Friedensfahrt“ an mit ebenfalls vier Etappen. Von der Qualität der teilnehmenden Fahrer gehört die TMP-Tour in diesen Altersklassen mit der Konzentration aus Vereins-, Landesverbands- und Nationalmannschaften zu einer der anspruchsvollsten der Welt.

Anton Paul und Nikita Liebhaber ĂĽberzeugen

Für Anton Paul und Nikita Liebhaber war es in der männlichen U17 der erste richtige Belastungstest in der Saison. Nach dem guten Saisoneinstieg war Anton auch auf allen Etappen ganz vorne mit dabei und gehörte vielleicht zu den drei stärksten deutschen Fahrern. Durch die hohe Leistungsdichte waren die Rennen nicht wirklich selektiv, so dass auf allen Etappen größere Felder um den Sieg sprinteten. Obwohl vom Fahrertyp nicht wirklich zu den Sprintern gehörend konnte Anton sich auf der 3. Etappe im Massensprint ganz vorne behaupten und verpasste als vierter nur um Millimeter das Tagespodium. Leider hatte er im Einzelzeitfahren ein kleines schaltmechanisches Problem mit dem in der U17 dicksten Gang dem 14er-Ritzel. So musste er noch einen Gang kleiner mit dem 15er-Ritzel fahren, so dass mit der Abfahrt am Start und dem Flachstück zum Ziel einige Sekunden auf der Strecke blieben und einen Platz weit vorne in den Top10 verhinderten. Da ansonsten im Prinzip immer das Feld zusammen ankam, war das Zeitfahren sozusagen fast identisch mit der Gesamtwertung am Ende in der Anton den 12. Platz belegte. Beim eine Woche später folgenden Sichtungsrennen in Karbach am Pfingstsonntag kam in der männlichen U17 zwar wieder ein geschlossenes Feld an. Anton zeigte sich zwischenzeitlich gut mit den stärksten Fahrern als Ausreißer und schaffte im Massensprint trotzdem eine gute Platzierung mit dem 5. Rang.

Victoria Liebhaber und Anton Kremer etablieren sich

Mit teilweise ähnlichen Ergebnissen konnte Victoria Liebhaber in der weiblichen U17 aufwarten. Bei der TMP-Tour punktuell noch nicht ganz in der Spitze knapp hinter den Nationalfahrerinnen zwischen Tagesplatz 11 und Gesamtrang 21, lief es dann beim Sichtungsrennen in Karbach umso besser mit dem 4. Platz.

Besonders beindruckt waren die Trainer von Anton Kremer in der männlichen U15. Im Schnellverfahren war er in diesem Frühjahr mit RSG-Vereinsrad von uns auf den Radsport in wenigen Terminen vorbereitet worden. Wir wussten um sein Potenzial, dennoch brauchte er gewisse Ergebnisse bei den Landesmeisterschaften, um zur TMP-Tour mitgenommen zu werden. Bei der TMP-Tour fuhr er dann zum ersten Mal mit größeren Feldern und konnte zu unserer Verblüffung alle unsere Tipps direkt umsetzen und sich vorne im Feld behaupten. So war er immer vorne mit dabei und hatte am Ende einen für den Einstieg extrem starken Gesamtrang in den Top20.

Mit Blick auf die ThĂĽringer Sportler berichtet das MDR-Fernsehen von der TMP-Tour in der ARD-Mediathek

Borsum 2026

Bei den folgenden regionalen Rennen wie in Borsum am Pfingstmontag waren unsere Sportler wie immer siegreich oder mit vorderen Podiumsplatzierungen dabei. Dort siegten Katharina Hinz und Victoria Liebhaber in der Frauen Elite bzw. U17 weiblich. Clemens Raschke und Nikita Liebhaber belegten den 2. Platz in der U19 und U17 männlich.

Post Author: redaktion