Die Cyclocross Bundesliga Saison war für die RSG Hannover wieder sehr erfolgreich. Allen voran holte Stefanie Paul ihren bereits 7. Cyclocross Bundesliga Gesamtsieg in der Elite Frauenklasse. Dabei setzte sie sich über die lange Saison von September bis Januar bei unterschiedlichsten Wetter- und Streckenbedingungen schlussendlich mit einem großen Vorsprung von 218 Punkten in der Gesamtwertung durch. Ein Sieg brachte 100 Punkte ein.
Somit hat Stefanie in den letzten 10 Jahren jede vollständige Cyclocross Bundesliga Saison gewonnen, an der sie teilgenommen hat. Ein Highlight dieser Saison war Stefanies überlegener Sieg beim Bundesliga Rennen im Münchener Olympiapark Ende Oktober bei schönstem Herbstwetter und Kulisse.
Nach ihrem Sieg beim Rennen in Wörth an der Donau schloss München eine schöne Herbstferienwoche in Bayern ab.
Mit den Bundesligapunkten für den Sieg bei der Landesmeisterschaft Cross Anfang Dezember konnte Stefanie dann schon sehr zeitig den Gesamtsieg unter Dach und Fach bringen. Für Stefanie Paul war es bereits der 34. Sieg bei einer niedersächsischen Landesmeisterschaft der Frauen Elite betrachtet man alle Radsport Disziplinen (Straße, Bahn, MTB, Berg, Zeitfahren und Cross).
Auch wenn der Gesamtsieg so schon frühzeitig feststand, fuhr Stefanie bis zum letzten Bundesligarennen voll weiter und gewann auch das Finale im verschneiten Vechta Anfang Januar. Dort war schon die Anreise mit teilweise kaum geräumten Straßen eine kleine Herausforderung.
Eine gute Leistung zeigte Stefanie auch bei ihrem dieses Mal einzigen Weltcup Einsatz der Saison beim legendären Sandrennen im flämischen Koksijde als Beste der vier deutschen Fahrerinnen und sicherte sich weitere 10 Weltranglistenpunkte.
Bei der Deutschen Meisterschaft Cyclocross in Bensheim hatte Stefanie leider nicht ihren besten Tag und es wurde nichts mit einer sechsten Elite Medaille und sie wurde gute Fünfte. Dieses Jahr wäre Stefanie sogar schon als absolute Topfavoritin bei den Masters Frauen startberechtigt gewesen. Aber ein Doppelstart in beiden Rennklassen am Samstag bei den Masters und am Sonntag in der Elite war nicht zugelassen.
Im weiblichen U17 Bereich zeigte Victoria Liebhaber ebenso starke Leistungen und gewann ihre Bundesliga Rennen bzw. wurde als beste deutsche Fahrerin dritte beim internationalen Cyclocross Rennen in Bad Salzdetfurth. Niedersächsische Landesmeisterin wurde sie selbstverständlich auch. Obwohl sie in ihrer Altersklasse die stärkste Fahrerin der Bundesliga Saison war, reichte es knapp nicht zum Gesamtsieg, da ihr die Punkte aus zwei Rennteilnahmen gegenüber der Konkurrenz fehlten. Umso beachtlicher, dass es dennoch Rang zwei in der Gesamtwertung für sie wurde. Ausgesprochen schade für sie war es, dass es mit Defekt und Panne bei den extremen Bedingungen der diesjährigen Deutschen Meisterschaft auch nichts mit dem Titel bzw. einer Medaille wurde. Als Trost blieb der Gesamtsieg im CX-Cup Niedersachsen.
Katharina Hinz konnte ebenfalls zwei Bundesliga Podiumsplatzierungen einfahren als Zweite in Lohne und Dritte in Stahnsdorf, womit sie den 9. Gesamtrang der Cyclocross Bundesliga Gesamtwertung belegte. Dazu gewann sie den neuen CX-Cup Niedersachsen in der Elite Frauenklasse mit zwei Tagessiegen und Platz Zwei bei der Landesmeisterschaft vor ihrer Vereinskollegin Stephanie Buchheister die einen Sieg, zwei Zweite Plätze und Rang Drei bei der Landesmeisterschaft für den CX-Cup Niedersachsen einbringen konnte. Katharina war in der Saison zweimal im Weltcup dabei und in Antwerpen wurde über sie als beste deutsche Fahrerin berichtet.
Stephanie Buchheister hatte sich wie in den vergangenen Saisons auf den Weser-Ems-Cup konzentriert und mit dem Sieg im abschließenden Finalrennen in Engter konnte sie den Cup in der Frauen Elite mit insgesamt 4 Tagessiegen erneut souverän für sich entscheiden. Für die Deutsche Meisterschaft in Bensheim hatte sie auch mit Ambitionen gemeldet. Dann aber aufgrund der Wetterkapriolen auf die Anreise verzichtet.
Ebenfalls Rang 9 der Bundesliga Gesamtwertung erreichte Anton Paul in der männlichen U17. Dies ist die im Nachwuchsbereich nicht nur von den Teilnehmern her die am meisten umkämpfte Rennklasse. Dennoch war Antons Bundesligasaison von viel Pech geprägt was ihn extrem viele Punkte gekostet hatte. Zuerst mit zahlreichen Materialdefekten und dann bremste ihn die Gesundheit mit einer pubertätsbedingten Entzündung aus, so dass er neben dem Bundesligafinale in Vechta auch bei der Deutsche Meisterschaft pausieren musste, für die er sich so viel vorgenommen hatte. Auch seinen Auslandsstart in Koksijde musste er abbrechen, nachdem es in der vorherigen Saison mit Rang 12 dort noch so gut für ihn gelaufen war.
In der Männer Elite konnte Clemens Hübler im CX-Cup Niedersachsen überzeugen und in der Gesamtwertung den zweiten Platz belegen. Dabei war er mit ausschließlich Podiumsplatzierungen nah dran am Gesamtsieg, für den ihm am Ende nur 1 Punkt fehlte. Beim Cyclocross Rennen in Bremen sorgte er für eine Bundesliga Top10 Platzierung. Felix Stephan folgte auf Rang 5 in der Gesamtwertung des CX-Cup Niedersachsen.
Unsere U19 Junioren waren auch sehr motiviert dabei. Im CX-Cup Niedersachsen belegten Clemens Raschke und Lennert Helmer Rang Eins und Zwei in der Gesamtwertung mit entsprechenden Tagessiegen für Clemens und entsprechenden zweiten Plätzen für Lennert. Nikita Liebhaber belegte in der U17 mit einem Sieg im Finalrennen den zweiten Gesamtrang im CX-Cup Niedersachsen.
Einer der motiviertesten Crosser der Saison war Jonas Büttner in der U13, mit vielen weiten Anreisen zum Stevens-Cup, den er auf Gesamtrang drei beenden konnte und im Laufe der Serie das Rennen in Bad Harzburg gewann. Mit zwei Siegen in den abschließenden Rennen des CX-Cup Niedersachsen schob er sich zudem dort auf den ersten Platz der Gesamtwertung. Den niedersächsischen Landesmeistertitel konnte er sich ebenso sichern.
Darüber hinaus waren viele weitere unserer Mitglieder mit viel Spaß bei den Crossrennen aktiv, insbesondere auch in der Mastersklasse. Hier ist vor allem das Ehepaar Westerheide vorne mit dabei, mit Siegen und Podiumsplatzierungen. In der Gemeinschaft können wir uns gegenseitig gut bei den Rennen unterstützen und freuen uns über jede(n) weiteren Mitstreiter(in) die Lust hat mit uns aktiv zu werden. In der Gruppe lässt es sich viel besser einsteigen und man lernt viel und schnell voneinander.
Beitrag von Felix Paul











